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Der geistliche Tagesablauf
03.07.2009 - 20:21

Das Leben als Mönch

Neben ihrer Rolle als Eroberer des heiligen Landes und Beschützer der Pilger waren die Templer auch Mönche. Als solche hatten sie einen streng geregelten Tagesablauf. Dieser umfasste vor allem regelmäßige Gebete und Andachten. Maßgeblich für die Zeiten und Inhalte derselben war die Regula Benedicti (RB), die von Benedikt von Nursia im sechsten Jahrhundert für den von ihm gestifteten Orden verfasst wurde. Auf diese Regel beziehen sich unter anderem auch die Zisterzienser und andere aus den Benediktinerm hervorgegangenen Orden.
Festgelegt sind hier nicht nur die Gebetszeiten, sondern auch die Inhalte der jeweiligen Gebete. Bestandteil aller Stundengebete waren die Psalmen. Jeder der 150 Psalmen musste von jedem Bruder innerhalb einer Woche mindestens einmal gesungen werden. Diese Frist sah Benedikt selbst schon als Verweichlichung an, da „unsere heiligen Väter in ihrem Eifer an einem einzigen Tag vollbracht haben, was wir in unserer Lauheit wenigstens in einer ganzen Woche leisten sollten.“ [RB XVIII, 25]

Stundengebete
Das Stundengebet (lat. liturgia horarum) ist die Antwort der Kirche auf das Apostelwort "Betet ohne Unterlass!" (1 Thess 5,17) und Psalm 119 "Siebenmal am Tag singe ich dein Lob wegen deiner gerechten Entscheide." Es hat seine Wurzeln im jüdischen Gebetsrhythmus (vgl. Psalmen). Sinn des Stundengebets ist es, jede Tageszeit mit ihrer Besonderheit vor Gott zu bringen und zugleich das Gebet der Kirche rund um die Erde nicht abreißen zu lassen.

Die ursprüngliche benediktinische Folge der Stundengebete ist:
* 4:00 Uhr Matutin bzw. Vigil
* Sonnenaufgang: Laudes (Morgengebet)
* 6:00 Uhr Prim
* 9:00 Uhr Terz
* 12:00 Uhr Sext
* 15:00 Uhr Non (Mittagsgebet)
* 18:00 Uhr Vesper (Abendgebet)
* 21:00 Uhr Komplet (Nachtgebet)

Die Laudes (Morgenhore) und Vesper ( Abendhore) gelten als die Großen Horen. Die Lesehore, bei der die Schriftlesung im Vordergrund steht, ist an keine bestimmte Tageszeit gebunden.
Zu beachten wäre, dass die antike Tageseinteilung nicht den heutigen 24 Sunden entspricht. Die Zeit zwischen Sonnenauf- und Sonnenuntergang wurde in 12 gleich lange Stunden des Tages eingeteilt, ebenso die Zeit, in der es dunkel war. Daher sind die Stunden nicht gleich lang und ihre Länge variiert auch zwischen den Jahreszeiten. Als grobe Orientierung werden heutzutage die Stunden des Tages in die Zeit von 6:00 Uhr bis 18:00 Uhr gelegt.

Vigilien (Matutin)
Die Vigilien (lat.: vigilae – Nachtwache) sind das erste Gebet des Tages. Gemäß der RB werden sie im Winter zur achten Stunde der Nacht, also um 4:00 Uhr morgens gebetet. Im Sommer werden sie aufgrund der Kürze der Nacht mit den Laudes zusammengelegt. Sie markieren den Tagesbeginn der klösterlichen Gemeinschaft.

Laudes
Die Laudes (auch Morgenhore; pl. von lat. laus= "Lob") sind das Morgengebet der katholischen Kirche. In der traditionellen Ordnung des Stundengebets werden sie zum Sonnenaufgang gebetet.

Prim, Terz, Sext und Non
Die sogenannten Kleinen Horen werden zur ersten (Prim), dritten (Terz), sechsten (Sext) und neunten (Non) Stunde der antiken Tageseinteilung gebetet Dies entspricht in etwa den Zeiten 6:00 Uhr, 9:00 Uhr, 12:00 Uhr und 15:00 Uhr
Vesper

Vesper
(v. althochd. vespera, mittelhochd.: vesper, aus lat. vespera = Abend[zeit]) ist
das Abendgebet der Kirche. Gebetet wird sie zur ersten Stunde der Nacht.

Komplet
Die Komplet ist das Nachtgebet der Kirche. In der traditionellen Ordnung des Stundengebets wird sie um 21 Uhr gebetet.


Die Regula Benedicti


Die Regula Benedicti schreibt recht genau vor, wie und zu welchen Tageszeiten gebetet werden soll.
VIII - Der Gottesdienst in der Nacht
1. Im Winter, das heißt vom ersten November bis Ostern, soll man zur achten Stunde der Nacht aufstehen,; das entspricht vernünftiger Überlegung
2. So können die Brüder etwas länger als die halbe Nacht schlafen und dann ausgeruht aufstehen
3. Was nach den Vigilien an Zeit übrig bleibt, sollen die Brüder, die es brauchen, auf das Einüben der Psalmen und Lesungen verwenden
4. Von Ostern bis zum ersten November werde die Stunde des Aufstehens so bestimmt: Auf die Feier der Vigilien folgen nach einer kurzen Pause für die natürlichen Bedürfnisse der Brüder die Laudes, die bei Tagesanbruch zu halten sind.

IX - Die Ordnung der Vigilien im Winter
1. Im Winter singt man zuerst dreimal den Vers: „Herr, öffne meine Lippen, damit mein Mund dein Lob verkünde.“
2. Darauf folgen Psalm 3 und das „Ehre sei dem Vater“
3. Psalm 94, mit Antiphon oder wenigstens einfach gesungen,
4. ein Hymnus des Ambrosius, dann sechs Psalmen mit Antiphonen
5. Anschließend wird der Versikel gesungen, der Abt spricht den Segen, und alle setzen sich auf die Bänke.

Aus dem Buch, das auf dem Pult liegt, tragen die Brüder abwechselnd drei Lesungen vor; dazwischen werden auch drei Responsorien gesungen
1. Zwei Responsorien singt man ohne „Ehre sei dem Vater“, aber bei jenem nach der dritten Lesung singt der Vorsänger das „Ehre sei dem Vater“
2. Sobald der Vorsänger es anstimmt, erheben sich aus tiefer Ehrfurcht vor der heiligen Dreifaltigkeit sofort alle von ihren Sitzen.
3. In den Vigilien lese man die von Gott beglaubigten Bücher des Alten und des Neuen Testamentes, aber dazu auch Erklärungen, die von anerkannten und rechtgläubigen katholischen Vätern verfasst worden sind.
4. Nach den drei Lesungen mit ihren Responsorien folgen weitere sechs Psalmen, die mit „Halleluja“ gesungen werden,
5. eine Lesung aus den Apostelbriefen, auswendig vorgetragen, der Versikel und das Bittgebet der Litanei, nämlich das „Kyrie eleison“
6. Damit sind die nächtlichen Vigilien beendet

X - Die Ordnung der Vigilien im Sommer
1. Von Ostern bis zum ersten November wird die schon erwähnte volle Zahl der Psalmen beibehalten.
2. Die Lesungen aus dem Buch entfallen jedoch, weil die Nächte kurz sind; statt der drei Lesungen wird eine aus dem Alten Testament auswendig vorgetragen. Darauf folgt ein kurzes Responsorium.
3. Alles andere wird gehalten, wie bereits gesagt. Zu den nächtlichen Vigilien werden also, abgesehen von den Psalmen 3 und 94, niemals weniger als zwölf Psalmen gesungen

XI - Die Ordnung der Vigilien am Sonntag
1. Am Sonntag steht man zu den Vigilien früher auf.
2. Für diese Vigilien gilt folgende Ordnung: Zuerst werden sechs Psalmen und der Versikel gesungen. Wenn hierauf alle in rechter Haltung und Reihenfolge auf ihren Plätzen sitzen, werden aus dem Buch vier Lesungen vorgetragen, dazu die Responsorien
3. Nur beim vierten Responsorium fügt der Vorsänger das „Ehre sei dem Vater“ an; sobald er es anstimmt erheben sich alle in Ehrfurcht.
4. Auf die Lesungen folgen die nächsten sechs Psalmen mit Antiphonen wie zuvor und der Versikel
5. Dann liest man nach der angegebenen Ordnung wieder vier Lesungen mit ihren Responsorien.
6. Danach werden drei Cantica aus den Propheten gesungen, die der Abt bestimmt; diese Cantica singt man mit „Halleluja“.
7. Nach dem Versikel und dem Segen des Abtes werden nach der gleichen Ordnung vier Lesungen aus dem Neuen Testament vorgetragen.
8. Nach dem vierten Responsorium beginnt der Abt den Hymnus „Dich, Gott loben wir“
9. Anschließend trägt der Abt einen Abschnitt aus dem Evangelium vor, bei dem alle in Ehrfurcht stehen.
10. Nach dem Evangelium antworten alle: „Amen“. Der Abt schließt sogleich den Hymnus „Dir gebühret Lob“ an. Nach dem Segen beginnen die Laudes
11. Diese Ordnung der Vigilien bleibt an allen Sonntagen gleich, im Sommer wie im Winter
12. Wenn man aber zu spät aufsteht, was ferne sei, so werden Lesungen oder Responsorien gekürzt.
13. Doch sorge man auf jede Weise dafür, dass es nicht vorkommt. Wenn es doch geschieht, tue der, durch dessen Nachsicht es verursacht wurde, vor Gott im Oratorium geziemend Buße.

XII - Die Laudes am Sonntag
1. Zu den Laudes am Sonntag singt man zuerst Psalm 66 ohne Antiphon und ohne Unterbrechung.
2. Es folgen Psalm 50 mit Halleluja,
3. Psalm 117, Psalm 62,
4. Der Lobpreis, die Lobpsalmen, eine Lesung aus der Offenbarung des Johannes, auswendig vorgetragen, ein Responsorium, ein Hymnus des Ambrosius, der Versikel, das Canticum aus dem Evangelium [*Benedictus*], die Litanei und der Abschluss

XIII - Die Laudes an den Werktagen
1. Die Laudes an den Werktagen werden in folgender Ordnung gebetet:
2. Man singt Psalm 66 ohne Antiphon wie am Sonntag, etwas langsam, damit alle beim Psalm 50 anwesend sind. Psalm 50 wird mit Antiphon gesungen
3. Es folgen zwei Psalmen nach der üblichen Ordnung:
4. Am Montag Psalm 5 und Psalm 35;
5. Am Dienstag Psalm 42 und Psalm 56;
6. am Mittwoch Psalm 63 und Psalm 64;
7. am Donnerstag Psalm 87 und Psalm 89:
8. am Freitag Psalm 75 und Psalm 91;
9. am Samstag aber Psalm 142 und das Canticum aus dem Deutoronomium, das in zwei „Ehre sei dem Vater“ geteilt wird.
10. An den anderen Tagen singt man je ein Canticum aus den Propheten, wie es in der Kirche von Rom Brauch ist.
11. Darauf folgen die Lobpsalmen, eine Lesung aus den Briefen des Apostels Paulus, auswendig vorgetragen, ein Responsorium, ein Hymnus des Ambrosius, der Versikel, das Canticum aus dem Evangelium [*Benedictus*], die Litanei und der Abschluss.
12. Die Feier von Laudes und Vesper geht niemals zu Ende, ohne das der Obere das Gebet des Herrn von Anfang an so spricht, dass alle es hören können; denn immer wieder gibt es Ärgernisse, die wie Dornen verletzen.
13. Wenn die Brüder beten und versprechen: „Vergib uns, wie auch wir vergeben“, so sind sie durch dieses Wort gebunden und reinigen sich von solchen Fehlern.
14. Bei den anderen Gebetszeiten wird nur der Schluss dieses Gebetes laut gesprochen, so dass alle antworten: „Sondern erlöse uns von dem Bösen.“

XIV - Die Vigilien an den Festtagen
1. An den Festtagen der Heiligen und an allen Feiertagen halte man es so, wie wir es für dem Sonntag bestimmt haben.
2. Nur Psalmen, Antiphone und Lesungen sind eigens für die Festtage ausgewählt. Die oben angegebene Ordnung werde aber beibehalten

XV - Die Zeiten für das Halleluja
1. Vom heiligen Osterfest bis Pfingsten wird immer wieder das Halleluja gesungen, zu den Psalmen, wie auch zu den Responsorien.
2. Von Pfingsten bis zum Beginn der Fastenzeit singt man es jede Nacht, aber nur zu den letzten sechs Psalmen der Vigil
3. An allen Sonntagen außerhalb der Fastenzeit werden die Cantica, die Laudes, prim, Terz, Sext und Non mit Halleluja gesungen, außer in der Zeit vom Osterfest bis Pfingsten.

XVI - Der Gottesdienst am Tage
1. Es gelte, was der Prophet sagt: „Siebenmal am Tag singe ich dein Lob.“
2. Diese geheiligte Siebenzahl wird von uns dann erfüllt, wenn wir unseren schuldigen Dienst leisten zur Zeit von Laudes, Prim, Tert, Sext, Non, Vesper und Komplet;
3. denn von diesen Gebetsstunden am Tag sagt der Prophet: „Siebenmal am Tag singe ich den Lob.“
4. Von den nächtlichen Vigilien sagt der selbe Prophet: „Um Mitternacht stehe ich auf, um dich zu preisen.“
5. Zu diesen Zeiten lasst uns also unserem Schöpfer den Lobpreis darbringen wegen seiner gerechten Entscheide, nämlich in Laudes, Prim, Terz, Sext, Non, Vesper und Komplet. Auch in der Nacht lasst uns aufstehen, um ihn zu preisen.

XVII - Die Psalmen im Gottesdienst am Tage
1. Für die Vigilien und die Laudes haben wir die Ordnung des Psalmengesanges bestimmt; wenden wir uns nun den folgenden Gebetszeiten zu.
2. Zur Prim singt man drei Psalmen, und zwar einzeln, nicht unter einem einzigen „Ehre sei dem Vater“.
3. Zuerst singt man den Vers „O Gott komm mir zu Hilfe“; es folgt der Hymnus dieser Gebetszeit. Dann beginnen die Psalmen.
4. Nach den Psalmen werden eine Lesung vorgetragen, der Versikel, das „Kyrie eleison“ und der Abschluss.
5. Die Gebetszeiten der Terz, Sext und Non werden in der gleichen Ordnung gefeiert, das heißt, es folgen aufeinander der Vers, der Hymnus der Gebetszeit,. Drei Psalmen, eine Lesung, der Versikel, das „Kyrie eleison“ und der Abschluss.
6. Wenn die Gemeinschaft größer ist, singt man die Psalmen mit Antiphonen, ist sie kleiner, so singt man sie ohne Unterbrechung
7. Für die Feier der Vesper werden vier Psalmen mit Antiphonen festgesetzt.
8. Nach den Psalmen werden eine Lesung, vorgetragen, dann ein Hymnus des Ambrosius, der Versikel, das Canticum aus dem Evangelium [*Magnificat*], die Litanei und als Abschluss das Gebet des Herrn.
9. Fur die Komplet werden drei Psalmen festgesetzt; diese Psalmen singt man ohne Unterbrechung und ohne Antiphon.
10. Es folgt der Hymnus dieser Gebetszeit, eine Lesung, der Versikel, das „Kyrie eleison“ und das Segensgebet als Abschluss.

XVIII - Die Ordnung der Psalmen
1. Als erstes wir der Vers gesungen „O Gott, komm mir zu Hilfe; Herr, eile mir zu helfen. Ehre sei dem Vater“ Dann folgt der Hymnus der Gebetszeit.
2. Zur Prim am Sonntag singt man vier Abschnitte des Psalms 118.
3. In den folgenden Gebetszeiten Terz, Sext, Non werden je drei Abschnitte dieses Psalms 118 gesungen.
4. Zur Prim am Montag singt man drei Psalmen, nämlich Psalm 1, Psalm 2 und Psalm 6.
5. Auch zur Prim an den folgenden Tagen bis zum Sonntag werden der Reihe nach je drei Psalmen gesungen, bis zum Psalm 19; dabei werden jedoch Psalm 9 und Psalm 17 geteilt.
6. So können die Vigilien des Sonntags immer mit Psalm 20 einsetzen.
7. Zur Terz, Sext und Non des Montags werden die restlichen neun Abschnitte des Psalmes 118 gesungen, je drei zu jeder Gebetszeit.
8. So ist Psalm 118 auf zwei Tage verteilt, nämlich auf Sonntag und Montag.
9. Am Dienstag werden dann zur Terz, Sext und Non je drei Psalmen gesungen, angefangen von Psalm 119 bis Psalm 127, zusammen neun Psalmen
10. Diese Psalmen werden bis zum Sonntag jeweils bei den selben Gebetszeiten wiederholt, wie auch die Ordnung der Hymnen, Lesungen und Versikel an allen Tagen unverändert beibehalten wird.
11. So beginnt man am Sonntag immer mit Psalm 118.
12. Zur Vesper werden täglich vier Psalmen feierlich gesungen,
13. angefangen von Psalm 109 bis Psalm 147;
14. ausgenommen sind Psalmen, die schon anderen Gebetszeiten zugewiesen wurden, nämlich die Psalmen 117 bis 127, Psalm 133 und 142.
15. Alle anderen sind zur Vesper zu singen.
16. Weil aber drei Psalmen fehlen, sind die längeren der genannten Reihe zu teilen, nämlich Psalm 138, Psalm 143 und Psalm 144.
17. Weil Psalm 116 kurz ist, wird er mit Psalm 115 verbunden.
18. Damit ist die Reihe der Vesperpsalmen festgelegt. Für alles übrige gilt die oben gegebene Ordnung, also für Lesung, Responsorium, Hymnus, Versikel und Canticum.
19. Zur Komplet werden täglich dieselben Psalmen wiederholt, nämlich Psalm 4, Psalm 90 und Psalm 133.
20. Damit ist die Ordnung des Psalmengesanges am Tage festgelegt. Die anderen Psalmen verteile man gleichmäßig auf die Vigilien der sieben Nächte.
21. Dabei teilt man die längeren Psalmen und bestimmt so zwölf für jede Nacht.
22. Wir machen ausdrücklich auf folgendes aufmerksam: Wenn jemand mit dieser Psalmenordnung nicht einverstanden ist, stelle er eine andere auf, die er für besser hält.
23. Doch achte er unter allen Umständen darauf, dass jede Woche der ganze Psalter mit den 150 Psalmen gesungen und zu den Vigilien am Sonntag stets von vorn begonnen wird.
24. Denn Mönche, die im Verlauf einer Woche weniger singen, als den gesamten Psalter mit den üblichen Cantica, sind zu träge im Dienst, den sie gelobt haben.
25. Lesen wir doch, dass unsere heiligen Väter in ihrem Eifer an einem einzigen Tage vollbracht haben, was wir in unserer Lauheit wenigstens in einer ganzen Woche leisten sollten.


Quellen:
Wikipedia
Die Benediktusregel latein/deutsch (1992)– Beuroner Kunstverlag, Beuron


Worterklärungen:
* Antiphon/Respensorium: Antwortgesänge auf die Psalmen (Refrain oder Gloria Patri)
* Hymnus: Lobgesang nach Art der Psalmen (z.B. Te Deum, Te decet laus) oder metrische Hymnen nach Art des Ambrosius v. Mailand ("Nun komm, der Heiden Heiland" [Veni redemptor spiritus], "Du Schöpfer aller Wesen" [Deus, creator omnium], "Du Glanz aus Gottes Herrlichkeiten" [Splendor paternae gloriae])
* Canticus: Neutestamentarische Hochgesänge (Magnificat, Benedictus, Nunc dimittis)
* Litanei: gr: Bitten, Flehen – Bürbitten und Bitten Antwort: „Kyrie eleison“ („Herr erhöre uns“)


Von Ansgar


Odo von Craien


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